DAS WINTERTRAINING IST IN VOLLEM GANG

Nach dem Brasil Ride Etappenrennen Ende Oktober habe ich mir eine kleine Auszeit gegönnt. Ich verbrachte einen schönen zweiwöchigen Abenteuer-Urlaub mit meinem Bruder Michi und danach hatte ich meine Batterien wieder voll geladen um das Wintertraining anzupacken. 

Nebst täglichem Training waren diese Novembertage auch dazu da zusammen mit meinem Team und meinem Coach die kommende Saison zu planen. Es ist wichtig, dass der Trainings- und Rennplan gut zusammenpasst und die Belastungen in Intrnsität znd Umgang Sinn machen. Das heisst: Wann gehe ich wohin ins Trainingslager, wann fahre ich Grundlagenausdauer, wann Intervalle, wann sollte ich Ruhephasen einlegen und wann fahre ich welche Rennen, etc. Diese Planungsphase finde ich immer sehr interessant, weil sie entscheidend ist für das ganze kommende Jahr und oft zieht sie sich über mehrere Tage, oder sogar Wochen hin. Ich persönlich bin ziemlich schnell für jegliche verrückten Ideen zu begeistern und würde am liebsten immer zu allem ja sagen. Ich habe jedoch gelernt, dass es besser ist zweimal über verrückte Ideen zu schlafen und erst dann ja oder nein zu sagen. Und zum Glück habe ich ein Team und einen Coach die mich in dieser Phase unterstützen. 

Als Elite Athletin ist Erholung genauso wichtig wie Belastung und das heisst, dass es manchmal einfach besser ist mal ein paar Tage zu Hause zu sein, etwas Routine zu haben, im eigenen Bett zu schlafen.

So finden manche Sachen keinen Platz in der Planung, obwohl ich sie eigentlich gerne umsetzen würde!

Jedes Jahr im November stehen auch die Leistungstests in Magglingen an. Ein harter Zwei-Tage-Block von Tests, die im November bei Trainingsstart ein richtiger Schock fürs System sind, aber eine wichtige Hilfestellung bieten beim Umsetzen des Wintertrainings.

Dieses Jahr absolvierten wir mit der Nationalmannschaft erstmals ein zweiwöchiges Fahrtechnik Trainingslager im Dezember. In diesem Trainingslager arbeiteten wir Mädels von Swiss Cycling an Ausdauer und Fahrtechnik. Wir haben viel Energie investiert um an Grundbausteinen der Technik zu arbeiten und jede von und hat Hausaufgaben erhalten um in den kommenden Monaten weitere Fortschritte erzielen zu können. Da unsere Trainingsgruppr allgemein ein sehr hohes homogenes Niveau hat, konnten wir uns gegenseitig richtig pushen. Komfortzone ist ist dieser Gruppe von Mädels ein Fremdwort! 

Mit dem letzten Training in Barcalona heute Freitag ist der erste Block der Vorbereitung schon geschafft. 

Am Sonntag werde ich bereits in Eschenbach (SG) beim Radquerrennen der EKZ Cross Tour am Start stehen (wahrscheinlich mich ziemlich müden Beinen :)). Kommende Woche lasse ich es dann etwas ruhiger angehen um mich von diesem Trainingsblock hier zu erholen. 

Verfasst am 12/12/2015 von Nathalie Schneitter