INTERNAZIONALI D'ITALIA NALLES: ZURÜCK AUF DEM PODEST !

Puh, war ich nervös! Das Sunshine Race in Nalles, Südtirol verbinde ich zwar mit vielen schönen Erinnerungen (2008 habe ich hier mein erstes Rennen bei der Elite gewonnen vor der Olympiasiegerin Gunn Rita Dahle-Fleesja aus Norwegen), dieses Jahr war der Start hier aber nicht gerade einfach für mich: Die südafrikanische Schlappe sass noch zu tief in den Knochen. Und obwohl ich die ganze Woche schon wahnsinnig nervös war, gelang es mir trotzdem alle Zweifel aus meinen Gedanken zu verbannen.

 

Sprintrennen
Das Rennwochenende startete mit dem Sprintrennen am Samstag Abend. Zwölf Mädels Standen am Start, darunter mit meiner Teamkollegin Eva Lechner, der Deutschen Mona Eberweiser und der Schwedin Alexandra Engen drei der stärksten Sprinterinnen der Welt. Mit genau diesen drei Mädels stand ich im Finallauf  dann auch an der Startlinie. Ich erwischte einen verhaltenen Start und musste als vierte in die  erste Kurve. Danach drehte ich aber den Hahn auf und konnte in diesem 90 Sekunden Finallauf noch bis auf Rang zwei nach Vorne fahren. Gewonnen hat den Sprint Eva. Ein super Auftakt für unser Colnago Südtirol MTB Team auf heimischem Südtiroler Boden.

 

Das Cross Country Rennen versprach dann noch heisser umkämpft zu werden. Ich kam abermals beim Start nicht so recht auf Touren und musste mich ziemlich weit hinten einreihen. Platz um Platz arbeitete ich mich aber im Laufe der ersten zwei Runden nach vorne und behauptete mich ab Runde drei in dritter Position. Leicht wurde es mir aber nicht gemacht. Ich verlor den Anschluss an die Spitzengruppe mit Eva und Lisi Osl (AUT) endgültig, als mir in einer Abfahrt gleich drei gestürzte Junioren im Weg lagen und von Hinten drückten abwechselnd Adelheid Morath (D) und Gunn Rita Dahle-Flessja (NOR). Mit einer fulminanten letzten Runde konnte ich meinen dritten Rang hinter Eva und Lisi sicher ins Ziel bringen. Erneut ein schöner Erfolg für unser Team und mir persönlich ist ein schwerer Stein vom Herzen gefallen. Ich hab das (schnell) Rennen fahren also nicht verlernt und hab einiges an Selbstvertrauen tanken können. 

 

Ich werde nun noch bis am Mittwoch mit dem Team in Naturns im Trainingslager bleiben und dann über Ostern einige Tage zu Hause ausspannen. Danach geht's weiter an den zweiten Weltcup der Saison in Houffalize (BEL). Es bleibt spannend! 

Verfasst am 02/04/2012 von Nathalie Schneitter