WM PIETERMARITZBURG - TURBO ANGELAUFEN

Die WM in Pietermaritzburg war für mich eine Art Bewährungsprobe. Dass mein Motor wieder hochtourig läuft, hatte ich im Training bereits gut gespürt. Wie gut ich dies aber im Ernstkampf umsetzen kann, musste ich zuerst noch beweisen. Ich hatte in dieser laufenden Saison mit vielen Problemen zu kämpfen und die WM sollte der Beweis werden, dass ich wieder Leistung erbringen, Druck standhalten und Ziele verfolgen kann. Am wichtigsten Rennen der Saison wo auch alle Gegner 100% vorbereitet am Start stehen ein top Rennen zu zeigen war das Ziel.

Pietermaritzburg zeigte sich von einer schönen Seite. Das Wetter war sonnig und warm und die Luftfeuchtigkeit zum Glück nicht gar so hoch wie jeweils im Frühjahr beim Weltcup.  Ich trainierte drei Tage auf der anspruchsvollen Strecke und freundete mich wirklich gut damit an. Alle A Linien hatte ich im Griff und auch die Steigungen haben mir gut gefallen. Ich zeigte eine solide Leistung mit konstanten Rundenzeiten, gutem Fokus in den Downhills und viel Biss in den Aufstiegen. Das ganze Rennen über fuhr ich zwischen Rang 16 und 19 und in der letzten Runden konnte ich noch einen kleinen Turbo zünden und drei Fahrerinnen überholen. Ich beendete mein WM-Rennen auf dem 15. Rang. Nach einer eher schwerigen Saison war dieser 15. Rang ein kleiner Erfolg für mich. Natürlich breche ich deswegen nicht gerade in Begeisterungsstürme aus, aber dieses Resultat ist hart erarbeitet und mit dem Wissen an welchem Punkt ich noch vor vier Monaten stand, fast schon eine kleine Sensation. Er ist ein Zeichen dafür auf dem richtigen Weg zu sein und Motivation und Wegweiser weiterhin gewissenhaft zu arbeiten.

An dieser Stelle ein grosses MERCI an alle die an mich glauben und mich tagtäglich unterstützen. MERCI an Swiss Cycling, das Colnago Team, meinen Trainer Edi, den Fanclub, Sponsoren, Freunde und Familie. Ich bin sehr dankbar Euch alle im Rücken zu haben. DANKE!


Nach sieben Jahren Amtszeit verabschiedet sich Nationalcoach Rolf Vollenweider von der Schweizer MTB-Damenmannschaft. In seine Fußstapfen tritt der 39-jährige Südtiroler Edmund Telser.
Der 39-jährige Trainer und Teammanager vom Colnago Pro Cycling Team aus Prad am Stilfserjoch nimmt ab dem 1. Oktober 2013 eine neue Herausforderung in Angriff. Dann wird er nämlich den Schweizer Mountainbikerinnen als Nationalcoach vorstehen. Einen kleinen Vorgeschmack wird sich Telser bereits bei den Weltmeisterschaften im südafrikanischen Pietermaritzburg (26. August bis 1. September 2013) holen, wo er mit der Schweizer Nationalmannschaft im Einsatz sein wird. Dem Colnago Team soll er ab der kommenden Saison weiterhin in einer beratenden Funktion zur Seite stehen. 
Edmund Telser war im Alter von 12 bis 22 Jahren selbst aktiver Rennradfahrer. Zu seinen größten Erfolgen zählt der Sieg bei der Oberösterreich-Rundfahrt der Junioren. Im Jahr 1996 startete der 39-jährige Südtiroler schließlich seine Trainerkarriere. Zuerst coachte er Rennradsportler, später wechselte er zu den Mountainbikern. Nach sechs Jahren als Trainer der Südtiroler MTB-Jugend übernahm er im Jahr 2006 das Amt des Teammanagers beim Pro Team Colnago Südtirol.
Nun ist der Vinschger bereit für das neue Abenteuer: „Ich freue mich schon auf die neue Herausforderung mit Swiss Cycling. Es ist eine große Ehre die MTB-Nation Nummer eins zu coachen“, wird Telser auf der Internetseite des Colnago-Teams zitiert.
Verfasst am 03/09/2013 von Nathalie Schneitter